In Gedenken an die Neusserin Helga Neuburg, geb. Vogelsang, hat unsere Schule einen fünften Stolperstein in Kooperation mit dem Stadtarchiv verlegt. Helga Neuburg wohnte zuletzt auf der Drususallee 81.
In der Aula der Janusz-Korczak-Gesamtschule wurde nach der Stein-Verlegung an das 20-jährige Jubiläum der Stolpersteinverlegung in Neuss gedacht. Die Rheinische Post berichtet davon. Auch die Stadt Neuss hat einen Artikel zum Jubiläum und Projekt veröffentlicht.
Gunter Demnig, der Künstler, der selbst an der Verlegung teilnimmt, erzählt, dass sich zwei Paten-Gruppen bei einer Verlegung vor einiger Zeit gegenüberstanden. Es stellte sich heraus: Die beiden Patengruppen waren Teil einer Familie, die sich bis dahin nicht kannten und von sich wussten.
Nicht nur deutschland- oder europaweit sind die Stolpersteine das größte dezentrale Mahnmal, sondern weltweit. Im Frühjahr hat der Künstler in Andorra einen Stein verlegt. In Neuss liegen bereits über 120 Stolpersteine.
Bert Römgens, Verwaltungsdirektor der jüdischen Gemeinde in Neuss, spricht in seiner Rede davon, dass vielen Schülerinnen und Schülern möglicherweise gar nicht bewusst ist, wie wichtig und bedeutsam ihr Engagement für die Stolpersteine sei: Die Nationalsozialisten haben den Jüdinnen und Juden ihre Namen genommen, stattdessen Nummern eintätowiert – ein Teil der Verfolgung und industriellen Tötung. Die Stolpersteine, die Recherchen zu den Menschen-Leben, ihre Namennennung, manchmal erhaltene Bilder, ihre Familienangehörigen und Freundesbeziehungen, die wiederentdeckt werden – all das gibt ihre Namen wieder – und zeichnet ein Stück ihres Lebens nach.
Halten wir die Erinnerung an die Menschen und ihre Leben wach!
Damit sind wir nicht allein: Auch andere Schulen in Neuss haben sich in dieser Woche mit uns engagiert. Das Erzbischöfliche Gymnasium Marienberg und die Emmy-Noether-Gesamtschule haben Stolpersteinpatenschaften für die Neusser Familie Mendel übernommen.
Die Gesamtschule Norf und unser Humboldt haben die Patenschaften für Julius und Elise Neuburg sowie Helga Neuburg und Edgar Vogelsang übernommen.










